Teil eines Werkes 
Bändchen 8-11 (1851)
Entstehung
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Obgleich nun der Palaſt, ſo zu ſagen, abgetakelt, die Dienerſchaft verabſchiedet, und die Pferde in einem frem⸗ den Stalle zum Verkaufe ausgeſetzt wacen, ſo war doch ſchon der bloße Aufenthalt Mrs. Ricketts erwünſcht. Sie hatte ſo eine günſtige Gelegenheit, das Villino Zoe voll⸗ ſtändig herauszuputzen, ein Moment, das bei all dem Scharfſinne, den ſie ſeit neuerer Zeit entwickelt, hatte un⸗ berückſichtigt bleiben müſſen. Auch erhielt ſie ſo eine paſſende Gelegenheit, ihren Garten mit einer auserleſenen Samm⸗ lung von Blumen aus dem des Palazzo Mazzarini zu ver⸗ ſehen, indem Fuchſien, Geranien und Orchideen das Inventirerwiſſen von Morlache's Leuten weit überſtiegen; und endlich konnte ſie ſo, was ihr beſonders ſchmeichelhaft ſein mußte, alle ihre Depeſchen an ihre hundert Correſpon⸗ denten aus dem Palazzo Mazzarini datiren, wo ſie, um ihre liebe Lady Heſter zu verbinden, noch weilteSe sacrificando ai doveri dell' amicizia, wie ſie ſich auszudrücken pflegte.

Dieſen Pflichten unterzog ſie ſich nun als wahre Mär⸗ tyrerin. Der General glaubte an ihre Sorgen; Martha würde darauf geſchworen haben, und in nicht minder auf⸗ richtiger Weiſe darauf, daß ihr ganze Stunden damit vergingen, Tulpenzwiebeln und Hyazinthen auf die Seite zu bringen, während ein noch ſchlauerer Plan in der Ausfüh⸗ rung begriffen war, der in Nichts Geringerem, als darin beſtand, daß eine Copie von Gerard Dow dem Original ſubſtituirt, und daß ſo das Genie der Ricketts'ſchen Fa⸗ milie einer ſpäten Nachkommenſchaft überliefert werden ſollte. Die arme Martha würde auf den Befehl ihrer Schwägerin ſich ſogar bei einem Morde betheiligt haben, ohne ſich auch nur einen Augenblick einfallen zu laſſen, daß derſelbe ein Verbrechen ſei!

Es war an einem Abende, wo ſieihre wenigen vertrauteſten Freunde um ſich verſammeln wollte, daß Mrs. Ricketts, das Privilegium einer Kranken in Anſpruch nehmend, in den Salon in einem Koſtüme herabkam, das