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Letztere doch deren Wirkung nur fürchten, wenn ihnen die Fremden⸗Welt als Schauplatz der Thätigkeit an⸗ gewieſen wurde.
Nicht als ob Nelly ſich auch nur einen ganz un⸗ beſtimmten Begriff von der wirklichen Welt hätte machen können. Die Freuden und Gefahren, die Verbindlich⸗ keiten und Zufälle derſelben waren ihr ganz und gar unbekannt. Es waren dieſelbe nie auch nur das Traum⸗ land ihrer Phantaſie geweſen. Zu demüthig und be⸗ ſcheiden ihrem ganzen Weſen nach, um ſich mit den Großen und ſtolze Namen Führenden verwandt zu füh⸗ len, hatte ſie alle ihre Gedanken denen zugewandt, deren Leben die Arbeit iſt; für dieſe waren alle ihre Sym⸗ pathien. Es lag in dem ſich ſtets gleichbleibenden Looſe des Bauers für ſie eine einfache Schönheit— (und ſie hatte insbeſondere Gelegenheit gehabt, das Leben der Schwarzwälder Bauerſchaft kennen zu lernen), — die überaus viel Reizendes für ſie hatte. Dieſes friedliche, ruhige, häusliche Leben war, ihres Erachtens, die größte Annäherung zum Glücke, und ſie ſehnte ſich nach dem Tage, wo es ihrem Vater gefallen würde, ſich in irgend ein wenig bekanntes und einſames Dorf in einer der dunkeln Schluchten des alten Waldes zu⸗ rückzuziehen. Wäre nur Frank und Kate noch dabei geweſen, ſo wäre ein ſolches Loos ihr als ein Paradies erſchienen. Aber der Erſtere war bereits fort, und jetzt ſollte ſich auch noch die Andere verlieren.„Wie höchſt ſonderbar,“ ſagte ſie,„daß das Glück grauſamer iſt, als das Unglück. In einer Zeit, wo wir ohne alle Freunde, und dem Mangel preisgegeben, daſtanden, hielten wir zuſammen; und nun, in dem Augenblicke, wo unſer Loos ſich verbeſſern zu wollen ſcheint, wo der Stern unſeres Glücks wieder etwas höher ſteht, trennen wir uns.“
„Am Ende iſt es doch nur Selbſtſucht,“ dachte ſie, „ein ſolches Leben zu wünſchen; ein ſo beſcheidenes und niedriges Loos mag wohl für die„„lahme Nelly““ paſſen, allein Frank, der hochherzige, kühne Jüngling,


