Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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Du einen Geiſt findeſt, der größer iſt, als alle Gunſtbe⸗ zeigungen, die je von dem Reichthum ausgingen, oder je ausgehen werden! Eine edle Natur, die über jeden Zu⸗ fall des Glückes erhaben iſt, ärgerlich!

Ich ſprach in Bezug auf mich, erwiederte Onslow barſch; nund ich wiederhole, es iſt hoͤchſt ärgerlich, daß ich mich außer Stand ſehe, da eine Belohnung anzubrin⸗ gen, wo ich unzweifelhaft an einem Unrecht Schuld ge⸗ weſen bin!

Ich danke Dir, lieber Gott, daß in dieſem geldmachen⸗ den und goldſuchenden Zeitalter noch Jemand lebt, deſſen Herz unverdorben und unverderblich iſt, rief Grounſell. ätte ich es nicht geſehen, ſo hätte ich es nicht glauben koͤnnen! ſagte Prichard.

Natürlich nicht, mein Herr, fiel Grounſell barſch ein.In eurem Gewerbe kommen ſolche Beiſpiele ſel⸗ ten vor; auch habe ich ſelbſt ſehr wenige erlebt!

Ich erlaube mir, zu bemerken, ſagte Prichard ſanft, daß mir in meiner Laufbahn manche Handlungen ho⸗ hen Edelmuths vorgekommen ſind.

Edelmuth! Ja, ich weiß, was das ſagen will. Eine Schweſter, die ihr Legat einem verſchwenderiſchen Bruder überläßt eine kinderloſe Wittwe, die ſich faſt jede Bequemlichkeit verſagt, um dem zu Grunde gerich⸗

teten Bruder ihres verſtorbenen Mannes aufzuhelfen

eine Frau, die einem in ſeiner Sorgloſigkeit keine Rück⸗ ſicht kennenden Manne die letzten, kleinen Ueberreſte eines Vermögens übergibt, die für den Tag gänzlicher Armuth dienen ſollten; und ſtets find es Frauen, die ſolches thun ſparende, zuſammenſcharrende, ſorgſame Geſchoͤpfe, voller Selbſtverläugnung, und auf die kleinſten Erſparniſſe bedacht. Nicht wie jene großmüthigen Männer, wie die Welt ſie nennt, deren Edelmuth Nichts als Selbſtſucht deren Freigebigkeit der Köder iſt, um Schmeicheleien zu erhaſchen. Aber ich ſpreche hier nicht von Großmuth: zu geben, ſelbſt ſeinen letzten Pfennig herzugeben iſt weit