Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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Es wundert mich, daß Nelly nicht mehr Verſtand hatte, ſagte Dalton ärgerlich;nicht einmal einen Vor⸗ hang vor dem Bette, noch ein Stück Teppich auf dem Boden. Was wird ſie von uns Allen denken!

O, Papa, Sie irren ſich ganz und gar; ſie nannte es ein allerliebſtes, kleines Zimmerchen; ſagte, ſie beneide Nelly ſo ſehr um die liebliche Ausſicht auf den Eberſtein und das Schloß, und ſetzte hinzu, ſie gäbe, ich weiß nicht was, darum, wenn ſie unſer glückliches und friedliches Leben, fern von der großen Welt, die ſie ſo gründlich ver⸗ achte, führen könnte. Wie traurig iſt es, denken zu müſ⸗ ſen, daß ihre Pflichten ſie an eine ſo ekelhafte und wider⸗ wärtige Knechtſchaft feſſeln l4

Meine liebe Kitty, ſpielt nicht Mylady etwas Co⸗ mödie? flüſterte Dalton, während ſeine Augen in mali⸗ ziös⸗drolliger Weiſe funkelten.

Papa, Papa! Sie wollen doch damit nicht ſagen

Ich wollte, meine Theure, ſie damit nicht beleidigen, auch wenn ſie wirklich eine kleine Comödiantin iſt. Ge⸗ wiß waren die angenehmſten, ja, ſelbſt einige der würdig⸗ ſten Leute, die ich je kannte, Comödianten; das heißt, ſie thaten ſtets ihr Moͤglichſtes, um ſich der Geſellſchaft an⸗ genehm zu machen; und wenn auch ihr Gewiſſen in dieſer Beziehung etwas elaſtiſch war, ſo darf man ſie deßhalb doch nicht ſo ſehr tadeln.

Lady Heſter iſt über ſolche Künſte weit erhaben,

Papa; aber Sie ſollen ſelbſt urtheilen. Kommen Sie jetzt herein, denn es verlangt ſie ſo ſehr, Ihre Bekannt⸗ ſchaft zu machen. Während Kate ſo ſprach, hatte ſie die Thüre des Schlafzimmerchens geoͤffnet, und, ihre Arme um den ihres Vaters ſchlingend, zog ſie ihn ſanft fort, an den Platz, wo Lady Heſter auf dem armſeligen Bette ſaß.

Sie haben ſie an einen ſchönen Ort geführt, My⸗ lady, ſagte Dalton, nachdem die Ceremonie der Vorſtel⸗ lung vorüber war;und es war doch ja das Geſellſchafts⸗