Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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Obgleich Dalton beim Aufſchließen der Thür einiges Geräuſch machte und ebenſo auch, indem er über den kleinen Gang ging, der zu dem Wohnzimmer führte, ſo wurde doch ſein Hereintreten von dem Fremden, der eine halb vollendete, von Nelly gearbeitete Gruppe aufmerkſam betrachtete, nicht bemerkt. Dieſe Gruppe ſtellte einen al⸗ ten Soldaten vor, deſſen Augen von einer Binde bedeckt waren und der an einem Brunnen ſaß, während ein klei⸗ ner, jugendlicher Tambour ihm den großen Siegsbericht vorlas. Sie hatte die Arbeit zu einem Geſchenle für Frank beſtimmt und ihr ganzes Genie bei der Compoſi⸗ tion deſſelben aufgeboten. Die glühende Begeiſterung des blinden Veteranen ſeine halbgeöffneten Lippen die in ſeiner Stellung liegende Neugierde, waͤhrend er den Worten mit Wonne lauſchte, bildeten einen ſchoͤnen Con⸗ traſt mit der kindlichen Einfalt des Knaben, der, wie es ſchien, mehr die Worte herauszubringen ſuchte, als der Bedeutung derſelben folgte.

Wenn der Fremde kein vollendeter Kenner war, ſo war er doch gewiß nicht ohne alle Kunſtkenntniß, da er, als Dalton zu ihm hintrat, ganz in die Betrachtung des Kunſtgegenſtandes vertieft war.

Ich bitte Sie um Verzeihung Sie ſind wohl Herr Dalton dieſe ſchöne Compoſition iſt Schuld ge⸗ weſen, daß ich mich ganz und gar vergeſſen habe. Darf ich fragen, ob es die Arbeit eines einheimiſchen Künſt⸗ lers iſt?

Es iſt hier gearbeitet worden, mein Herr, erwie⸗ derte Dalton, deſſen Stolz auf die Geſchicklichkeit ſeiner Tochter durch ein minder würdiges Gefühl die Scham, daß ein Dalton ſich zu einer ſolchen Arbeit hergeben koͤnne, verdunkelt war.

Ich habe ſehr ſchlechte Kunſtprodukte hoch ſchätzen und loben hören, und wenn ich mir keine Unbeſcheidenheit zu Schulden kommen laſſe"

Um jeder derartigen Gefahr vorzubeugen, bemerkte

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