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ſtill im Hauſe, während er ſich ankleidete nnd reiſefertig machte. Mit leiſem Schritte näherte er ſich der Thüre ſeines Vaters und horchte; aber Alles war ſtill. Er konnte es nicht über ſich gewinnen, ihn in ſeinem Schlafe zu ſtoͤren, und ſo ging er nach dem Zimmer hin, wo ſeine Schweſtern ſchliefen. Die Thüre war bloß angelehnt und ein Licht brannte auf dem Tiſche. Frank trat auf den Zehenſpitzen hinein und ging auf das Bett zu; aber es war leer und es hatte Niemand darin geſchlafen. In⸗ dem er ſich umwandte, ſah er Käthchen, ſchlafend in einem Stuhle und angekleidet, wie er ſie zum letzten Male ge⸗ ſehen. Sie hatte ſich nicht niedergelegt, und das Gebet⸗ buch, das ihrer Hand entſunken war, zeigte an, wie ihre letzten Augenblicke, die ſie wachend zugebracht, vergangen
waren.
Er küßte ſie zwei Mal, aber ſelbſt die heißen Thrä⸗ nen, die von ſeinen Augen auf ihre Wange fielen, konn⸗ ten ihren Schlummer nicht ſtoͤren. Er ſah ſich nun nach einem Zeichen um, das er zurücklaſſen könnte, um anzudeu⸗ ten, daß er dageweſen; aber er ſah Nichts, und ſo ſchlich er, mit einem leiſen Seufzer, ſich aus dem Zimmer.
Indem er in die Küche lin eninge ſah er, daß Helene dort war. Sie hatte ſchon ſein Frühſtück bereitet und war damit beſchäftigt, den Tiſch zu decken, als er eintrat. ͤͤ.
„Wie gut, wie lieb iſt es doch von⸗ dir, Helene,“ ſagte er, indem er ſeinen Arm um ihren Nacken legte. „SStille, Frank, ſie ſchlafen Beide. Der arme Papa ſchloß ſeine Augen erſt vor einer halben Stunde, und Kate gab erſt nach langem Widerſtande ſich überwunden.“
„Sag' ihnen, daß ich ſie geküßt, daß ich Nelly zwei Mal geküßt,“ ſagte er mit leiſer und gebrochener Stimme, vund daß ich es nicht über's Herz bringen konnte, ſie aufzuwecken: das Abſchiednehmen iſt ſo peinlich! Ach⸗ Helene, wüßte ich doch, daß Ihr Alle glücklich wäret—


