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bei jedem Klang fuhr ihr ein Stich durch das Herz. Die Thüre öffnete ſich und jetzt hörte ſie Kerry's Stimme, ohne jedoch die Worte unterſcheiden zu können. Darauf entſtand ein Geräuſch, als ob einige abſtiegen, und auf dem Fließboden der Halle hörte man das Raſſeln eines Säbels. Dies hörte auf, und nun konnte ſie Kerry's Schritt erkennen, der durch den Gang auf die Thüre des Thurmes zukam.
„Herein,“ rief ſie, als er klopfte, aber trotz all ihrer Anſtrengung konnte ſie die Worte nicht hörbar machen.„Herein,“ ſagte ſie noch einmal.
Kerry hörte es nicht, öffnete jedoch vorſichtig die Thüre und trat ein.
„Es iſt der Kapitän, Miß Kate, der gerne wiſſen möchte, ob er den Herrn ſprechen kann.
„Ja,“ erwiederte ſie mit einer faſt flüſternden Stimme.„Wer iſt bei ihm? Iſt ein Gefangener dabei?“
„Wahrlich, ſo iſt es; aber Kapitän Travers wird Ihnen alles ſelbſt erzählen.“
„Kapitän Travers!“ rief Kate, während eine tiefe Röthe ihr Geſicht bedeckte.
„Ja, mein Fräulein,“ ſagte Frederick, der im glei⸗ chen Augenblick eintrat,„ich fühle mich als Ueberbringer von angenehmen Zeitungen zu glücklich, als daß ich be⸗ dacht hätte, wie unhöflich es iſt, ſich unangemeldet ein⸗ zudrängen.“
„Verlaßt das Zimmer— ſchließt die Thüre, Kerry,“ ſagte Kate, indem ſie, die Augen auf Travers geheftet, wartete, ob er nicht fortfahren würde.
„Ihr Vetter, Miß O'Donoghue, iſt gerettet— er hat die Flotte erreicht und iſt bereits unterwegs nach Frankreich.“
„Gelobt ſey Gott!“ rief Kate inbrünſtig aus, in⸗ dem ſie ihrem Oheim um die Schultern fiel und ihm die Nachricht jn's Ohr flüſterte.


