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Zweiundzwanzigſtes Kapitel. Ein Beſuch.
Am folgenden Nachmittag begab ſich Sir Marma⸗ duke, begleitet von ſeinem Sohn und ſeiner Tochter, nach dem Schloſſe O'Donoghue's. Der Tag war ſchoön und glänzend, ein blauer Himmel droben, ein hartge⸗ frorner Boden unten, der Spaziergang war ſo angenehm, als dies in friſcher Luft und bei gehöriger Leibesbewegung möglich iſt. Der Wagen ſollte erſt auf dem Ruckweg ihnen entgegen kommen, und ſie hatten ihn weniger wegen der Entfernung beſtellt, als weil die Kürze der Tage eine ſolche Vorſicht räthlich machte.
Sie gingen unter angenehmem Geplauder ihres Weges dahin. Die Zeit entſchwand ihnen ſchnell. Bald betrachteten ſie die kühne, majeſtätiſche Landſchaft rings umher— bald ſprachen ſie von dem Volke, ſeinen Sit⸗ ten, Vorurtheilen und Neigungen, oder auch von der Familie O'Donoghue, die unter all den wunderlichen Gegenſtänden, welche ihnen das Land darbot, gewiß nicht derjenige war, über den ſie ſich am wenigſten die Kopfe zerbrachen.
„Wir müſſen auf Mittel ſinnen, Fred, dieſem Jungen unſere Dankbarkeit zu beweiſen,“ ſagte Sir Marmaduke flüſternd.„Du ſcheinſt die Sache ſchwieriger gefunden zu haben, als Du Dir vorgeſtellt hatteſt.“
„Allerdings, Vater. Während des erſten Theiles meines Beſuches wurde meine Abſicht durch die Unter⸗ brechung von Seite des ältern Bruders vereitelt, und ſpäter, glaube ich, ja— ja, fürchte ich, habe ich es gänzlich vergeſſen. Indeſſen habe ich doch an etwas gedacht, und das ſollte geſchehen, ohne auch nur einen Augenblick zu verlieren. Du mußt an Carden, den Ad⸗ vokaten, ſchreiben, und jedem Verfahren Einhalt thun, das Hamsworth gegen dieſe Leute vielleicht ſchon begon⸗
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