Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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wegen zu ſehen, mein Autograph wurde zu ſechs und zwanzig Sous und eine Locke von meinem Haar zu fünf

Franken verkauft. Jetzt, da es erwieſen iſt, daß ich

den Kriegsminiſter nicht ermordet habe, der ſich im Gegentheil einer vortrefflichen Geſundheit und Laune erfreut, iſt das Volk wüthend über mich; man betrach⸗ tet mich als einen Betrüger, der ſeine Berühmtheit auf eine unrechtmäßige Weiſe erſchlichen, und Vernet, der mein Gemälde zu einem Judaskopf begonnen hatte, hat es aus Aerger wieder liegen laſſen. Ihr Freund Tre⸗ vanion iſt ein Kapitalkerl. Er hat einen Gentleman aus Tipperary herbeigeſchafft, der mit Mrs. Ram da⸗ vongelaufen iſt, und ſie ſind letzten Dienſtag in Frank⸗ furt kopulirt worden. Beiläufig geſagt, bei Iſabella find Sie ſchön abgefahren; ſie hat Sie die ganze Zeit nur zum Narren gehabt. Sie wird ſich demnächſt mit Tom O'Flaherty vermählen, der jetzt hier iſt. Die Art, wie Iſabella Sie nachmacht, den Hut ein Bischen ſcheps und in der einen Hand ein Nastuch ſchwingend, iſt wirklich allerliebſt; wenn ſie aber niederkniet und ruft: Theuerſte Iſabella u. ſ. w. dann möchte man ſchwören,⸗ Sie ſeien es ſelbſt.(Hier brach die Zuhörerſchaft in ein Gelächter aus, das Kilkee am Weiterleſen hinderte, aber zu meiner größten Beſtürzung fuhr er nach einer Weile fort:) Verlieren Sie Ihre Zeit gar nicht da⸗ mit, Lord Callonby's Tochter den Hof zu machen (hier erſcholl abermals ein Gelächter), man ſagt, Sie haben ganz und gar keine Ausſichten und überdies iſt das Mädchen ein kokettes Ding.(Dafür haſt Du Dich zu bedanken, Jane, ſagte Kilkee, der kaum im Stande war, weiter zu leſen.) Ihr Vater iſt ein hoch⸗ müthiger, alter Tory, der ihr keine ſechs Pence mit gibt; und der alte Knicker, Ihr Oheim, denkt ebenſo wenig daran, für Sie zu ſorgen, als zu ſterben. (Dieſer letzte Ausfall erregte wieder die allgemeinſte Heiterkeit.) Kilkee iſt ein Narr, der Ihnen zu nichts

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