innerſten Seele leid; aber wir müſſen unſern Plan aufgeben. Ich habe ſo eben mit meiner Tochter ge⸗ ſprochen, und aus den wenigen Worten, die wir wech⸗ ſelten, erſehe ich, daß ihre Abneigung gegen dieſe Ver⸗ bindung unüberwindlich iſt; ich habe ihr ſogar ver⸗ ſprechen müſſen, nie mehr darauf anzuſpielen. Wollte ich auch den Gefühlen meines Kindes Zwang anthun, ſo würden Sie ſelbſt es nicht zugeben. Laſſen Sie daher unſerer alten Hoffnung entſagen und auf einen Plan verzichten, bei welchem unſere Herzen ſo innig betheiligt waren.“
Dieſe wenigen Worte wurden mit tiefem Gefühl geſprochen, und zum erſten Mal betrachtete ich den Lord mit aufrichtiger Hochachtung. Sie ſchwiegen beide
einige Minuten lang; Sir Guy, der gleichfalls ſehr
aufgereizt war, ſprach zuerſt wieder.
„Nun ſo ſei es denn, Callonby, und ich trenne mich alſo vielleicht von der einzig heitern Ausſicht, die mir mein vorgerücktes Alter darbot. Ich habe ſeit langer Zeit gewünſcht, in Ihrer Tochter eine Nichte zu erhalten, und ſeit ich ſie perſönlich kennen gelernt, hat ſich die⸗ ſer Wunſch zehnfach geſteigert.“
„Es war mein liebſter Traum,“ ſagte Lord Cal⸗ lonby.„Da aber Jane's Neigungen— doch laſſen wir's ſchwinden.“
„Und gibt es denn wirklich kein Mittel? Sollte wirklich nichts ausfindig gemacht werden können?“
„Nichts.“
„Hierin bin ich nicht Ihrer Meinung, Mylord,“ ſagte ich bebend.
„Nein, nein, Lorrequer, ich weiß, Sie ſind ein ganz geſcheider Burſche, aber dies überſteigt auch Ihren Satſſinn, überdies habe ich Ihr mein Wort ge⸗ geben.“
„Wie! was meinſt Du? Heraus damit,“ ſagte Sir Guy.„Ich gebe Dir auf der Stelle zehntauſend
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