Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Und nun vor allen Dingen ſputen Sie ſich. Ich muß unabänderlich nach England abreiſen, und da die Ladies wahrſcheinlich vorziehen werden, den Winter in Italien zuzubringen

, Ja, verſteht ſich, ſagte mein Oheim,die Hoch⸗ zeit muß jedenfalls vorher ſtattfinden.

Ich kann Sie kaum erſuchen, dieſem Feſte anzu⸗ wohnen, obſchon ich Ihnen wohl nicht zu ſagen brauche, wie ſehr wir uns alle freuen würden, wenn Sie es könnten, ſagte Mylord.

Während ich mit dieſem Kreuzfeuer bombardirt wurde, blickte ich die beiden Sprecher einen um den andern an. Meine erſte Meinung war, ſie haben meine Huldigungen gegen Lady Jane mißfällig bemerkt und beabſichtigen jetzt blos einen ſchlechten Witz, um mir eine tüchtige Lektion für mein künftiges Verhalten zu ertheilen. Mein nächſter Eindruck war, ſie ſprechen wirklich im Ernſt, ſeien aber offenbar die allereinfäl⸗ tigſten zwei alten Gentlemen, die je gepuderte Haare getragen.

Unv iſt dies alles? ſagte ich, weit herauf Athem holend und innerlich ein kurzes Gebet um Geduld ſpre⸗

chend.

Ich glaube wenigſtens nichts vergeſſen zu haben, antwortete Lord Callonby,außer daß wir Ihnen, ſo⸗ bald Sie dieſe Sache auf die eine oder andere Art fördern zu können glauben, die unbedingteſte Vollmacht ertheilen.

Natürlich, ſagte ich,habe ich die Sache ſo zu verſtehen, daß keine andere Schwierigkeiten, als die von Ew. Lordſchaft erwähnten, im Wege ſtehen und gegenſeitige Zuneigung vorhanden iſt?

Ja, das verſteht ſich; ich glaube, Ihr Vetter hat ſich angenehm zu machen gewußt; er iſt ein hübſcher Burſche und ich ſehe wahrhaftig nicht ein, warum ſie hauder nicht lieb haben ſollten; nicht wahr, Sir

uy

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