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381 Gegen tigkeitabestrag nicht nach Wunſch gedeihen w„
Die Bosheit ihres letzten Ausfalls that ihre Wir⸗ kung, denn Jane wurde feuerroth, und ich meinte vor Scham in den Boden zu finken.
„Bitte, kommen Sie doch, die Fahrt wird Ihnen wohl thun—„.
„Ew. Herrlichkeit werden mich gewiß entſchuldi⸗
en——
So weit war ich juſt gekommen, als ich Lady Ja⸗ ne's Auge zu ſehen bekam, zum erſten Mal ſeit wir das Zimmer verlaſſen hatten. Was ich darin las, könnte ich für mein Leben nicht ſagen; aber ſtatt mei⸗ nen Satz zu vollenden, ſchwang ich mich in den Wagen und fuhr mit zur höchlichen Ueberraſchung der Lady Callonby, die, da ſie niemals Magnetismus ſtudirt hatte, die Urſache meiner plötzlichen Geneſung nicht zu ahnen vermochte.
Der Hoffnungsſtrahl, der ſo ſchnell nach dem dü⸗ ſtern Dunkel meiner verzweiflungsvollen Gedanken mein Herz durchzuckte, hielt mich aufrecht, und waͤhrend ich mir zuflüſterte:„vielleicht, daß noch nicht Alles verlo⸗ ren iſt,“ bot ich meine beſten Geiſteskräfte auf die Wacht. Glücklicherweiſe eignete ich mich beſſer zum Cicerone in einer Gallerie, als zum Führer in einem Gewächshauſe, und mit der Zuverſichtlichkeit, welche Sachkenntniß immer einflößt, ſchwatzte ich über Kunſt und Künſtler zur höchlichen Erbauung von Lady Cal⸗ lonby— zur gewaltigen Verwunderung von Lady Ca⸗ therine, und was mehr war als dies alles, augen⸗ ſcheinlich zur Befriedigung von ihr, deren Lob zu ge⸗ winnen ich mit Freuden mein Leben daran geſetzt
ätte.
„Hier,“ ſagte ich, indem ich meine ſchöne Freun⸗ din vor eine herrliche, kleine Madonna von Carlo Dolci ſtellte,„in dieſem Bilde hier feiert die Farbengebung vielleicht ihren Triumph— denn


