Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Nicht? in der That nicht? So müſſen Sie alſo zum Voraus gewußt haben, daß Se. Majeſtät der gutherzigſte Mann in ſeinem ganzen Reiche iſt, ſonſt hätien Sie nicht auf eine ſolche Liſt verfallen können, obſchon ich geſtehen muß, daß ſie meiſterhaft durchgeführt wurde. Der alie Helderſteen, der Miniſter der aus⸗ wärtigen Angelegenheiten, iſt dieſen Morgen beinahe ein Narr darüber geworden wie es ſcheint, war er der erſte, der in die Falle ging, aber aufrichtig ge⸗ ſprochen, ich möchte Ihnen wirklich rathen, ſich aus dem Staube zu machen. Der König hat zwar aller⸗ dings die größtmögliche Leutſeligkeit an den Tag ge⸗ legt; inzwiſchen

Mylord, ich habe Sie um eine Gunſt zu bitten, und zwar iſt es aller Wahrſcheinlichkeit nach die letzte, um die ich Ew. Lordſchaft angehen werde erklären Sie gefälligſt, auf was Sie die ganze Zeit über an⸗ ſpielen und aus welchem ſpeziellen Grunde Sie mir zu einer ſo augenblicklichen Abreiſe von München rathen.

Nun, ſo wahr ein Gott im Himmel lebt, Sie können doch wohl nicht die Abſicht haben, die Sache noch weiter zu treiben es kann Ihnen doch nicht einfallen, Ihre miniſteriellen Funktionen am hellen Tage wieder antreten zu wollen? 1

Meine was meine miniſteriellen Funktionen!

Nein, nein, das geht wirklich zu weit, obſchon Se. Majeſtät Sie für den angenehmſten Diplomaten erklärte, der ihm ſeit langer Zeit vorgekommen ſei.

Ich ein Diplomat!

Ja verſteht ſich. Sie können doch jetzt nicht Thea⸗ ter ſpielen; oder bei allen Göttern, Lorrequer, wär's möglich, daß Sie's nicht abſichtlich gethan hätten? wußten Sie wirklich nicht, in welchem Charakter Sie geſtern bei Hofe erſchienen?

4Wenn ich in einem andern Charakter erſchienen bin, als in dem des Harry Lorrequer, ſo gebe ich Ihnen mein Ehrenwort, daß ich davon keine Silbe weiß.