Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

372

vnda griechiſche Anlehen ſind Sr. Majeſtät wohl be⸗ annt.

Wirklich? ſagte Lord Callonby, zurückfahrend vor Ueberraſchung;ich bade nie davon gehört.

Höüätte ich dieſe ſichtbarliche Verwunderung nicht bemerkt, ich wäre vor Schreth geſtorben. Sie war das Einzige, was mir bewies daß ich nicht verrückt war; um ſo feſter aber glaubte ich dieß jetzt von dem alten Gentleman, denn ich hatte in meinem Leben nie von einem griechiſchen Anlehen gehört.

Leben Sie wohl, mein lieber Herr Collega, ſagte der ehrwürdige Miniſter, als ich in den Wagen ftieg, ungemein verwundert über das eigenthümliche Band der Brüderſchaft, das einen Subalternen von Sr. Maj. Atem Infanterieregiment mit dem Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten der Krone Baiern vereinige.

Als ich im weißen Kreuz anlangte, waren meine Nerven, die ſich doch ſonſt vielfach ſehr probefeſt er⸗ wieſen hatten, dermaßen erſchüttert und zerrüttet, daß ich fürchtete, bei dem ſchwierigen Spiel, das ich vor mir hatte, könnte irgend ein, wenn auch noch ſo un⸗ bedeutender Mißgriff, alle meine Ausſichten vernichten; ich ſagte daher meinen Freunden ſogleich gute Nacht und legte mich ſchlafen.

Fünfunddreißigſtes Kapitel. Eine Entdeckung.

Ein Billet für den gnädigen Herrn, ſagte der Kellner, indem er mich zu gleicher Zeit aus dem ge⸗ ſundeſten Schlafe und dem entzückendſten Traume auf⸗ weckte. Das Brieſchen lautete wie folgt: 115

Wenn Ew. Excellenz nicht die nächſten vier⸗ undzwanzig Stunden verſchlafen wollen, ſo möchte