368
zu Ende geweſen wäre, brauche ich nicht zu ſagen— und jedenfalls waren Sr. Majeſtät Lobſprüche auf mein Spiel zu früh gekommen, denn meine Augen irrten unaufhörlich von dem Tiſche ab, um zu ſehen, ob Lady Jane nicht zu finden ſei, und ich war ſo zerſtreut und verwirrt, daß ich jedes Trick verlor, ja ſogar am Ende nicht einmal mehr bekannte. Der König ſtand halb verdrießlich auf, mit dem Bemerken:„Se. Erzellenz hat offenbar den Kopf verloren,“ und ich ſtürzte fort, um Lord Callonby die Hand zu ſchütteln, ohne der königlichen Mißbilligung des Entzückens, worein mich die Entdeckung meines Freundes verſetzt hatte, im Min⸗ deſten Rechnung zu tragen.
„Lorrequer, ich bin ungemein erfreut, Sie zu ſe⸗ hen, wann kamen Sie an 2—
„Dieſen Abend!— dann haben Sie ja ſchon erſtaun⸗ liche Fortſchritte gemacht; Sie ſcheinen ja hier wie zu Hauſe zu ſein.“
„Ich werde Ihnen Alles erzählen,“ ſagte ich haſtig; naber iſt Lady Callonby hier?“
„Nein. Kilkee allein iſt bei mir, er figurirt dort in einer Gallopade. Die Ladies waren zu müde und namentlich da ſie Morgen bei Hof diniren, wäre die Anſtrengung zu groß für ſie.“
„Ich habe von Sr. Maj. Befehl, Ew. Exzellenz auf morgen zum Diner einzuladen,“ ſagte der Ober⸗ hofmarſchall, der dieſen Augenblick herankam.
Ich verbeugte mich dankbar zuſagend und wandte mich dann wieder gegen Lord Callonby, deſſen Ueber⸗ raſchung jetzt ihren Gipfelpunkt erreicht zu haben ſchien.
„Ei wie, Lorrequer, ich habe doch nie davon ge⸗ hört; ſeit wann haben Sie dieſe neue Laufbahn ein⸗ geſchlagen?“
Da ich den Sinn der Frage nicht verſtand, aber doch begriff, daß ſie ſich auf meinen Erfolg bei Hof bezog, ſo antwortete ich, was mir gerade in den Mund kam, ich ſei aus dem Wagen gefallen, ich ſcheine hier
7


