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meinen gütigen Freunden Abſchied zu nehmen und nach München aufzubrechen.
„Wir ſehen uns auf den Abend, Harry,“ ſagte Waller, als ich einſtieg—„wir kommen ins Cafino — und vergeſſen Sie nicht, daß das weiße Kreuz Ihr Hotel iſt, und Schnetz, der Schneider auf dem großen Platze, wird Sie mit allem verſorgen, was Sie zur Toilette nöthig haben.“
Dieſe letztere Mittheilung war für mich ſehr beru⸗ higend, da der größere Theil meines Gepäckes, meine Uniform u. ſ. w. in der franzöſiſchen Diligence zurück geblieben war; und da der Ball unter den Auſpizien des Hofes ſtattfand, ſo war ich ſehr in Verlegenheit, wie ich auf demſelben erſcheinen ſollte.
Schlechte Straßen und noch ſchlechtere Pferde lie⸗ ßen mir die paar Stunden, die ich noch zu machen hatte, als den langweiligſten Theil meiner Reiſe er⸗ ſcheinen. Aber wie natürlich hatte an dieſem Gefühl die Ungeduld ihren Antheil. Noch ein paar Stündchen, dann ſollte ſich mein Schickſal entſcheiden, und doch glaubte ich, die Zeit würde nie kommen. Wenn Cal⸗ lonby's nicht eintreffen ſollten— wenn mein böſer Stern wiederum im Aufſteigen wäre und irgend cin neues Hinderniß unſerem Zuſammentreffen ſich entgegen ſtellte— doch ich kann, ich will das nicht denken— das Schickſal muß es offenbar müde ſein, mich beſtän⸗ dig zu verfolgen, und ſchon um ſeinen alten Ruf des Wankelmuths zu behaupten, muß es mich jetzt begün⸗ ſtigen. Ach, da wären wir alſo in München— und das iſt das weiße Kreuz— welch' ein ſchmutziges, altes Haus! Unter einer maſſiven, auf ſchweren, ſteinernen Pfeilern ruhenden Vorhalle ſtand die ſtattliche Geſtalt des Andreas Behr, Beſitzers dieſes Gaſthoſs. Eine weiße, in einem Knopfloch befeſtigte und anmuthiglich auf der Seite herab hängende Serviette— ein Sup⸗ penlöffel, den er ſcepterartig in der rechten Hand hielt, und die malmende Bewegung ſeines Kiefers, alles be⸗
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