Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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da bei meinen ſchönen Freundinnen, rollte mit ihnen in ihrem behaglichen Reiſewagen durch Wales— gab in den verſchiedenen Hotels alle Befehle— ſah nach dem Gepäcke— und gerirte mich in jeder Beziehung en maitre.

Die gute Wittwe ergötzte ſich hauptſächlich an der Verlegenheit, worein die eigenthümliche Art meiner Stellung zu ihr und ihrer Tochter die verſchiedenen Gaſtwirthe an der Straße verſetzte, die mich bald für ihren Gemahl, bald für ihren Sohn und einmal für ihren Tochtermann hielten, welche höchſt beunruhigende Muthmaßung auf die Wange der ſchönen Tochter eine karmoiſinrothe Farbe trieb, einen Ausdruck, von den ich in meiner Unwiſſenheit meinte, er habe ſehr viele Aehnlichkeit mit einer Neigung, in meinen Armen in Ohnmacht zu fallen. 4

Endlich erreichten wir London und nachdem wir daſelbſt im Hotel Mivart ſicher untergebracht waren, eilte ich hinweg, um auf der Kanzlei des Generaliſſi⸗ mus mein Schreiben abzugeben und für unſere Päſſe nach dem Kontinent zu ſorgen.

„Nro. 9, Poland⸗ſtreet,“ ſagte der Kellner, als ich nach der Adreſſe des franzöſiſchen Konſuls fragte. Nachdem ich erfahren, daß meine Unterredung mit dem Oberbefehlshaber auf vier Uhr feſtgeſetzt war, beſchloß ich, keine Zeit zu verlieren, ſondern alle möglichen An⸗ vennnnatn zu treffen, um London am Morgen zu ver⸗ laſſen.

Cin Kabriolet brachte mich ganz bequem an das Haus des Konſuls, vor welchem mehrere andere Fuhr⸗ werke von aller Art und Geſtalt ſtanden, während man im Gange ſelbſt eine Maſſe Leute ſich drängen und preſſen ſah, wie im Parterre des Opernhauſes in einer vollen Nacht. Ich warf mich bald mitten in dieſe Ver⸗ ſammlung und erreichte, getragen von dem Strom, endlich ein kleines Hinterzimmer, das gleichfalls mit Leuten angefüllt war; eine Thüre, die ſich in ein an⸗

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