Teil eines Werkes 
5. bis 8. Theil (1845)
Entstehung
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Unſere Fahrt ging, obſchon ſie zu den langen ge⸗ hörte, ſchnell vorüber, und ehe wir unſern Beſtimmungs⸗ ort erreichten, hatte ich mich mit der ganzen Geſellſchaft, die wirklich aus ausgezeichneten jungen Männern beſtand und von O'Flaherty für einen vergnügten Abend nicht beſſer hätte ausgewählt werden können, auf einen recht vertrauten Fuß geſtellt.

Wir fuhren dem Wehr entlang bis an das Werft, wo der Dämpfer lag, und wurden von Toms Freund mit dem warmen Willkomm und der ganzen Gaſtlichkeit eines Seemannes empfangen, der mit dieſen Eigen⸗ ſchaften noch die Gewandtheit und Politur eines echten, vollendeten Gentleman vereinigte. Als wir die Leiter zur Kajüte hinabſtiegen, entſchlug ſich mein Gemüth plötzlich aller Befürchtungen, die ich in Betreff eines etwaigen Mangels an Vorbereitungen von Seite un⸗ ſeres Wirthes hätte hegen können. Die Tafel war mit Allem überdeckt, was man ſich gerne zu hübſchen Plat⸗ ten und geſchliffenen Gläſern denkt, während die Sei⸗ tentiſche von einem prachtvollen Deſſert funkelten und zwei anſehnliche Weinkühlfäſſer eine Reihe ſchimmernder Champagnerhälſe mit ihren bleiernen Cravatten, die einen Einſiedler hätten verlocken können, unſern Blicken

entgegenführten. 3

Ich entfinne mich von dieſem Abend beinahe auf nichts mehr als auf den erwähnten Ueberblick; überdies würde ich, ſelbſt wenn mein Gedächtniß getreuer wäre, Bedenken tragen, auf die Geduld meines Leſers zu ſündigen durch umſtändliche Aufführung von ſolchen Vergnügungen, die, gleich Liebesbriefen, zwar den un⸗ mittelbar betheiligten Parteien ſehr angenehm ſein mö⸗ gen, für alle andern aber höchſt unerbaulich ſind. So viel indeß erinnere ich mich noch, daß gute Geſchichten und herrliche Liedchen aufeinander folgten mit einer Schnelligkeit, der bloß das Geknalle der Pfröpfe gleich⸗ kam; auch habe ich noch eine ſehr unbeſtimmte, undeutliche

Bekenntniſſe Lorrequers. II. 2