Teil eines Werkes 
1. bis 4. Theil (1845)
Entstehung
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als wollte ich ihm einen Dienſt erweiſen, und erbot mich, gleichſam aus Wohlwollen gegen ihn, den Haſt⸗ befehl wieder aufzuheben. Gut, auf die eine oder an⸗ dere Art wurde er mehrere Stunden lang mit Worten hingehalten, während ich mit Schreiben beſchäftigt war, und alles Landvolk, das am Fenſter vorbeiging, konnte hereinblicken, und Mickey Sheehan vor mir ſtehen ſehen, indem ich ſelbſt geſchäftig Briefe ſchrieb. Eben um dieſe Zeit kam ein berittener Polizeimann mit der Nach⸗ richt vom Morde angeſprengt, worauf ich ſogleich einen Befehl erließ, vie beiden Mac Neills und Owen Shir⸗ ley wegen Verdachts zu verhaften. Ich meinte, ich ſah Mickey blaß werden, als ich dem Polizeiſergeanten dieſe Namen ſagte, und ich beſchloß alsbald, dieſen Umſtand mir zu Nutze zu machen; ich begann daher mit Mickey von ſeinen eigenen Angelegenheiten zu ſprechen, brach aber ſehr häufig wieder ab, um in Betreff der Leute, die eingezogen werden ſollten, einige Befehle zu er⸗ theilen. Das Gedränge außen nahm mit jedem Augen⸗ blick zu, und ich brädchte ihre Geſichter nicht zweimal geſehen zu haben, zu bemerken, daß ſie Mickey für einen Denunzianten hielten; in derſelben Nacht, wo die Mac Neills in's Gefängniß gebracht wurden, ging Shee⸗ hans Haus und Schuppen in Flammen auf, und er felbſt entkam nur durch ein Wunder nach Curryglaß, wo ich, nachdem er einmal unter meinem Schutze und im Verdachte ſtand, ein Zeuge für die Regierung ge⸗ worden zu ſein, wenig Mühe hatte, ihn zu überreden, daß er klüger thue, aus dieſer Wendung der Dinge Nutzen zu ziehen, als blos den Namen ohne allen Vor⸗ theil zu haben. Er willigte bald ein, und die Ueber⸗ üprungen des heutigen Tages find zum Theil ſein Wer.,

Als der Beifall, der dieſen geſcheidten Streich un⸗ ſeres Wirthes begrüßte, ſich gelegt hatte, fragte ich, was die wahrſcheinlichen Folgen der Vorgänge ſein werden, die ich heute mit angeſehen habe.