Geſellſchaft gehörten dem juriſtiſchen Handwerk an und waren entweder Advokaten oder Agenten oder Schrei⸗ ber vom Friedensgerichte.
Das hungrige Ausſehen der Gäſte, ſo wie die Schnelligkeit, womit gleich nach meiner Ankunft das Eſſen aufgetragen wurde, bewies mir, daß man nur allein auf mich gewartet hatte, um die Verſammlung für vollzählig zu erachten— der Mr. Molowny, auf welchen mein Wirth angeſpielt hatte, wurde durch ein⸗ ſtimmigen Beſchluß als anweſend erklärt. Das Mahl ſelbſt machte nur geringe Anſprüche auf Eleganz; da waren weder Windbeutel noch Croquetten zu ſehen; da prangten weder Kapaunen mit Trüffeln, noch Co⸗ telette à la Soubise, ſtatt ihrer aber harrte unſeres Winks gewärtig ein herrlicher Fiſch von etwa fünfund⸗ zwanzig Pfund, ein maffiver Lendenbraten, nebſt all dem üblichen Nebenrüſtzeug, beſtehend aus Geflügel. Schinken, Paſteten, Beefſteak u. ſ. w., die in einer etwas zweideutigen Ordnung auf beiden Seiten der Tafel hin aufgepflanzt daſtanden. Die Geſellſchaft war offenbar geneigt, ſich's wohl ſein zu laſſen, und ich ge⸗ ſtehe, daß ich unter den gelehrten Individuen um mich her, mit meinem Sinn für dieſe guten Dinge alle, und meiner Luſt, ſie nach Gebühr zu würdigen, keine Ausnahme bildete. Dulce est desipere in loco, ſagte irgend einer, und nach meiner Anſicht iſt darunter nichts weiter zu verſtehen, als daß man ſich auch in einer nicht eben durch Geiſt ausgezeichneten Geſellſchaft ge⸗ legentlich recht gut unterhalten kann. Ob dieß meinem Sinn für humaniora im Allgemeinen und Großen zu⸗ zuſchreiben iſt, vermag ich nicht zu entſcheiden, aber gewiß war meine Stimmung der Art, daß ich meine
dermalige Stellung gegen keine andere mit weit grö⸗
ßern Prätenfionen auf Eleganz und feinen Ton ausge⸗ tauſcht haben würde. Zuerſt wurde eine allgemeine Verheerung unter den Fleiſchſpeiſen angerichtet und in das Geräuſch der Teller, das Geklirre der Gabeln und
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