Teil eines Werkes 
1. bis 4. Theil (1845)
Entstehung
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thut; aber kaum hatte ich mir dies unterſtanden, als ihre Tollheit keine Grenze mehr kannte und einige von ihnen beinahe überlaut zu kreiſchen anfingen; in dieſem Augenblick nun trat der Oberſt, der einen Theil der Mannſchaft gemuſtert hatte, auf die Gruppe zu und konnte ſein Mißvergnügen nicht verbergen, als das laute Gelächter immer noch nicht aufhörte. Als er her⸗ ankam, wendete ich mich ſchnell um, griff an meine Mütze und wünſchte ihm guten Morgen. Nie werde ich den Blick vergeſſen, den er mir jetzt zuwarf. Wenn das Feuer eines Auges einen Menſchen vernichten könnte, ſo würde die wilde Glut in dem ſeinigen mir den Gar⸗ aus gemacht haben. Einen Augenblick wurde ſein Ge⸗ ſicht purpurroth vor Wuth, ſein Auge verbarg ſich bei⸗ nahe unter der gerunzelten Braue und der Grimm ſchüttelte ihn buchſtäblich.

„Gehen Sie, Sir,“ ſagte er endlich, ſobald er im Stande war, einige Worte hervorzubringen.„Gehen Sie in Ihr Quartier, Sir; und bevor Sie daſſelbe verlaſſen, ſoll ein Kriegsgericht entſcheiden, ob ſolche fortgeſetzte Inſulten gegen Ihren kommandirenden Offi⸗ zier Ihnen dafür bürgen werden, daß Ihr Name noch länger auf der Armeeliſte bleibt.“

„Was zum Teufel mag dies Alles bedeuten?“ ſagte ich halb flüſternd, indem ich mich zu den andern umwandte. Aber da ſtanden ſie, die Nastücher vor ihre Mäuler haltend und offenbar beinahe erſtickend vor unterdrücktem Gelächter.—

„Darf ich bitten, Herr Oberſt?⸗ ſagte ich.

„In Ihr Quartier, Sir!“ brüllte der kleine Mann mit der Stimme eines Löwen und verhinderte mit einer hochmüthigen Bewegung ſeiner Hand alle weiteren Ver⸗ ſuche von meiner Seite, eine Erklärung zu finden.

„Sie ſind Alle zuſammen toll,“ murmelte ich, in⸗

dem ich mich langſam auf mein Zimmer zurückzog mit⸗ ten unter denſelben Zeichen von Luſtigkeit, die mein erſtes Erſcheinen hervorgerufen hatte, und die ſelbſt