Teil eines Werkes 
1. bis 4. Theil (1845)
Entstehung
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genmannöver unſers vertrakten Oberſten; und da unten ſtand er ſelbſt mit dem armen Adjutanten, der die ganze Nacht über gezecht hatte und ſich jetzt kaum an ſeiner Seite aufrecht erhalten konnte. Zwei oder drei von den Offizieren befanden ſich bereits unten, und der Tambour machte die Runde, um auh die andern herbeizutrommeln. Ich ſah, daß kein Augenblick zu verlieren war, und wollte mich nun in aller Eile an⸗ kleiden, aber zu meinem Jammer entdeckte ich rings umher nichts als Theaterlumpen und Dekorationen da lag ein glänzender Turban, hier ein Paar Schnür⸗ ſtiefel auf dem einen Tiſche glitzerte ein goldflim⸗ merndes Wamms, auf dem andern ein juwelenverzierter Pallaſch. Endlich entdeckte ich meine Regimentsuniform, die ich am Abend zuvor im heiligen Eifer um mein Mohreiſgewand höchſt ſchimpflich in eine Ecke gewor⸗ een hatte.

Ich kleidete mich mit Blitzesſchnelle an; aber als ich in meinem Geſchäft ſchon ziemlich vorgerückt war, da denke man ſich meinen Verdruß bei der Entdeckung, daß der Toilettentiſch und der Spiegel, ja leider auch das Waſchbecken nebſt Zubehör in die Garderobe des

heaters gebracht worden waren, und mein Bedienter, der vermuthlich das Beiſpiel ſeines Herrn befolgen zu müſſen geglaubt hatte, war zu betrunken geweſen, um an die Zurückſchaffung derſelben zu denken: ſo daß ich ſchlechterdings außer Stand war, mir die Wolluſt von etwas kaltem Waſſer zu verſchaffen denn jetzt blieb kein Augenblick mehr übrig das Trommeln hatte aufgehört und die ganze Mannſchaft war eingerückt. Eilig knöpfte ich meinen Frack zu, ſetzte meinen Tſchako auf, band meine Schärpe ſo zierlich als möglich um und rannte die Treppe hinab nach dem Exerzierplatz. Als ich dort ankam, hatte ſich die Mannſchaft in einer Linie längs des Platzes aufgeſtelſt, wo der Adjutant an ihr vorüberging und ihren Aufzug muſterte. Der Oberſt und die übrigen Offiziere ſtanden in einer Gruppe, aber