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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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Recha will auf ihn zu). Ahl mein Bruder!

Tempelh.(tritt zurüch). Ihr Bruder!

Re cha(hält an, und wendet ſich zu Nathan) Kann nicht ſein, nicht ſein! Sein Herz

Betrieger ſelbſt! Denn Alles iſt erlogen

So eine Schweſter nicht erkennen wollen? Geh'!

Tempelh. 140 demüthig ihm nahend). Mißdeut' auch Du nicht mein Erſtaunen, Sultan! Verkenn' in einem Augenblick', in dem Du ſchwerlich Deinen Aſſad je geſehen, Nicht ihn und mich!

Mit vollen Händen, beides! Nein, Ihr gebt Mir mehr, als Ihr mir nehmt! unendlich mehr!

Ah, meine Schweſter! meine Schweſter! Nath. Von Filneck!

Nicht Eure Recha mehr? Gott Ihr verſtoßt Sie? Gebt ihr ihren Chriſtennamen wieder?

Verſtoßt ſie meinetwegen? Nathan! Nathan! Warum es ſie entgelten laſſen? ſie!

Denn meiner Tochter Bruder wär' mein Kind Nicht auch, ſobald er will?

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Weiß nichts davon! Wir ſind Betrieger! Gott! Sal.(zum Tempelherrn) Betrieger? Wie? Was denkſt Du? kannſt Du denken?

An Dir: Geſicht und Stimm' und Gang nichts Dein!

(Auf Nathan zueilend), Ihr nehmt und gebt mir, Nathan,

[Recha um den Hols fallend.] Blanda Tempelh. Blanda? Blanda? Recha nicht?

Nath. Und was? O, meine Kinder! meine Kinder!