— 158—— Sit Kind, was
Geſchieht Dir? Recha!...
Recha. Dieſen Vater ſoll— Soll ich verlieren!
Sit. Du? verlieren?— ihn?
Wie das? Sei ruhig! Nimmermehr! Steh auf! Recha. Du ſollſt vergebens Dich zu meiner Freundin, Zu meiner Schweſter nicht erbothen haben! Sit. Ich bin's ja! bin's! Steh doch nur auf 1
Ich mu Sonſt Hülfe rufen. 3 Recha(die ſich ermannt und aufſteht). Ah verzeih! vergib! Mein Schmerz hat mich vergeſſen machen, wer Du biſt. Vor Sittah gilt kein Winſeln, kein Verzweifeln. Kalte ruhige Vernunft Will Alles über ſie allein vermögen. Weß Sache dieſe bei ihr führt, der ſiegt. Sit. Nun denn? Recha. Nein, meine Freundin, meine Schweſtet Gibt das nicht zu, gibt nimmer zu, daß mir Ein andrer Vater aufgedrungen werde!
Sit. Ein andrer Vater? aufgedrungen? Dir? Wer kann das? kann das auch nur wollen, Liebe? Recha. Wer? Meine gute böſe Daja kann Das Wollen,— will das können.— Ja; Du kennſt
Wohl dieſe gute böſe Dajg nicht?
Nun, Gott vergeb' es ihr!— belohn' es ihr! Sie hat mir ſo viel Gutes,— ſo viel Böſes Erwieſen!—


