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Nath. Es iſt doch aber nur Ein Einziger jetzt in Jeruſalem, Und dieſen kennt ich, dieſer iſt mein Freund:
Ein junger, edler, offner Mann!
Kloſterb.. Ganz recht; Der Nämliche!— Doch was man iſt, und was Man ſein muß in der Welt, das paſſt ja wohl Nicht immer.
Nath. Leider nicht.— So thue, wer's Auch immer iſt, ſein Schlimmſtes pder Beſtes!
Mit Eurem Buche, Bruder, trotz ich Allem, Und gehe grades Weg's damit zum Sultan.
Kloſterb. Viel Glücks Ich will Euch denn nur
hier verlaſſen.
Nath. Und habt ſie nicht ein Malgeſehn! Kommt ja Doch bald, doch fleißig wieder.— Wenn nur heut Der Patriarch noch nichts erfährt!— Doch-was? Sagt ihm noch heute, was Ihr wollt.
Kloſterb. Ich nicht. Lebt wohl.(Geht ab.)
Nath. Vergeßt uns ja nicht, Bruder!— Gott! Daß ich nicht gleich hier unter freiem Himmel Auf meine Knie ſinken kann!— Wie ſich Der Knoten, der ſo oft mir bange machte,
Nun von ſich ſelber löſet!— Gott! wie leicht Mir wird, daß ich nun weiter auf der Welt
Nichts zu verbergen habe! daß ich vor
Den Menſchen nun ſo frei kann wandeln, als
Vor dir, der du allein den Menſchen nicht
Nach ſeinen Thaten brauchſt zu richten, die
So ſelten ſeine Thaten ſind, o Gott!
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