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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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Verſchweig, was Deine Geiſtlichkeit, an ihm Zu rächen, mir ſo nahe legen würde.

Sei keinem Juden keinem Muſelmanne Zum Trotz, ein Chriſt!

Temp. Bald wär's damit zu ſpät! Doch Dank der Blutbegier des Patriarchen, Deß Werkzeug mir zu werden graute! Sal.. Wie?

Du kamſt zum Patriarchen eher, als Zu mir?

Temp. Im Sturm der Leidenſchaft, im Wirbel Der Unentſchloſſenheit!— Verzeih— Du wirſt Von Deinem Aſaad, fürcht' ich ferner nun Nichts mehr in mir erkennen wollen.

Sal. Wär'

Es dieſe Furcht nicht ſelbſt! Mich dünkt, ich weiß, Aus welchen Fehlern unſre Tugend keimt. Pfleg dieſe ferner nur, und jene ſollen Bei mir Dir wenig ſchaden.— Aber geh; Such Du nun Nathan, wie er Dich geſucht! Und bring' ihn her. Ich muß Euch doch zuſammen Verſtändigen.— War' um das Mädchen Dir Im Ernſt zu thun: ſei ruhig. Sie iſt Dein! Auch ſoll es Nathan ſchon empfinden, daß Er ohne Schweinefleiſch ein Chriſtenkind Erziehen dürfen!— Geh! (Der Tempelherr geht ab, und Sittah verläßt den Sopha.) Fünfter Auſtritt. Saladin. Sittah. Sittah. Ganz ſonderbar!