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Lessing's Emilia Galotti : ein Trauerspiel in fünf Aufzügen
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gleich auf der Stelle. Ich dachte ſo: entweder er mich, oder ich ihn. Ich ihn: ſo iſt das Feld ganz unſer. Oder er mich: nun, wenn auch; ſo muß er fliehen, und der Prinz gewinnt wenigſtens Zeit. Prinz. Das hätten Sie gethan, Marinelli?

Mar. Hal man ſollt' es voraus wiſſen, wenn

man ſo thöricht bereit iſt, ſich für die Großen auf⸗ zuopfern— man ſollt' es voraus wiſſen, wie er⸗ kenntlich ſie ſein würden.

Prinz. Und der Graf? Er ſtehet in dem Ruft,

ſich ſo etwas nicht zweimal ſagen zu laſſen.

Mar. Nachdem es fällt, ohne Zweifel. Wer kann es ihm verdenken? Er verſetzte, daß er auf heute doch noch etwas wichtigeres zu thun habe, als ſich mit mir den Hals zu brechen. Und ſo be⸗ Whio. er mich auf die erſten acht Tage nach der

ochzeit.

Prin 3. Mit Emilia Galottil! Der Gedanke macht mich raſend! Darauf ließen Sie es gut ſein, und ingen:— und kommen und prahlen, daß Sie Ihr delen für mich in die Schanze geſchlagen; ſich mir aufgeopfert—

Mar. Was wollen Sie aber, gnädiger Herr, daß ich weiter hätte thun ſollen?

Prinz. Weiter thun? Als ob er etwas gethan eitte!

5 Mar. Und laſſen Sie doch hören, gnädiger Herr, was Sie ſür ſich ſelbſt gethan haben. Sie waren ſo glücklich, ſie noch in der Kirche zu ſprechen. Was haben Sie mit ihr abgeredet?

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Prinz(hvöhniſch.) Neugierde zur Gnüge! Die ich

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