ſo ruhig.— Auf ein Mal muß eine arme Bruneschi, Emilia heißen:— weg iſt meine Ruhe, und alles!
Kammerd.(welcher wieder herein tritt). Nach dem Marcheſe iſt geſchickt. Und hier, ein Brief von der Gräfin Orſina.
Prinz. Der Orſina? Legt ihn hin.
Kammerd. Ihr Läufer wartet.
Prinz. Ich will die Antwort ſenden; wenn es einer bedarf.— Wo iſt ſie? in der Stadt? oder auf ihrer Villa?
Kammerd. Sie iſt geſtern in die Stadt ge⸗ kommen.
Prinz. Deſto ſchlimmer— beſſer; wollt' ich ſa⸗ gen. So braucht der Läufer um ſo weniger zu warten(der Kammerdiener geht ab.) Mein theure Gräfin (bitter, indem er den Brief in die Hand nimmt), ſo gut, als geleſen!(und ihn wieder wegwirft.) Nun jaz; ich habe ſie zu lieben geglaubt! Was glaubt man nicht alles? Kann ſein, ich habe ſie auch wirklich geliebt. Aber— ich habe!
Kammerd.(der nochmals herein tritt). Der Ma⸗ ler Conti will die Gnade haben
Prinz. Conti? Recht wohl; laßt ihn herein⸗ kommen. Das wird mir andere Gedanken in den Kopf bringen.(ſteht auf.)
Zweiter Auftriti. Conti. Der Prinz.
Prinz. Guten Morgen, Conti. Wie leben Sie? Was macht die Kunſt? mn


