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Abentheuer und Verbrechen Dom Miguel's, Ursurpators von Portugal, während seines Aufenthaltes in Lissbon / nach französischen Quellen bearbeitet von M. Leonhardt
Entstehung
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ten Gefaͤngniß, vor Gram und Kummer erblin⸗ det, und gefaͤhrlich erkrankt. Die Pflege ſeiner Familie mußte er entbehren, weil es nicht geſtat⸗ tet ward und ein Prieſter ſogar wurde ihm verweigert. Er ſtarb! Jetzt erlaubte man ſeinen Angehoͤrigen, ihn noch einmal zu ſehen!

Der General⸗Lieutnant Caula befindet ſich ſchon uͤber 3 Jahre in eben dieſem Kerker, und er hat von beſonderer Gunſt zu ſagen, daß ihm, wiewohl nur hoͤchſt ſelten, und im Beyſeyn des gefuͤhlloſen Gouverneurs oder beſſer Kerkermeiſters Telles⸗Jourdan, erlaubt iſt, ſeine Gattin zu ſeh⸗ en. Nur einige Stunden darf das Fenſter des Gefaͤngniſſes geoͤffnet werden, die uͤbrige Zeit ver⸗ bringt er in der tiefſten Finſterniß. Er darf weder leſen noch ſchreiben, da ihm weder Dinte noch Buͤcher gereicht werden, und die al⸗ lerelendeſten Lebensmittel muß er faſt mit Golde aufwiegen. 3

Wenn nun auf dieſe Art die Gefangenen von Rang behandelt werden, ſo mag man das Schick⸗ ſal der Ungluͤcklichen aus den niedern Klaſſen er⸗ meſſen.

Die Behoͤrden Dom Miguels kennen kein