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zu beleidigen. Es war ſogar nichts ungewoͤhnli⸗ ches, daß er ſich thaͤtlich an ihnen vergriff, und einmal wuͤrde er die vormalige Regentin ohnfehl⸗ bar erſchoſſen haben, wenn nicht der Vicomte von Queluz ſie gerettet haͤtte.
Dom Miguel ſchreibt und lieſ't nicht. Auf eine geiſtige Unterhaltung muß man bey ihm Ver⸗ zicht leiſten. Alles dergleichen ekelt ihn an, und ermuͤdet ihn. Wie Unwiſſende gewoͤhnlich, verab⸗ ſcheut er beſonders die Briefe. Er iſt eben ſo unbeſtaͤndig in ſeinen Vergnuͤgungen als in ſeiner Liebe, und wenn er des beliebten dolce far niente (das Nichtsthun) uͤberdruͤſſig iſt, ſchlachtet er Schweine, macht Wuͤrſtchen, faͤngt Fiſche und baͤckt ſie ſich ſelbſt auf Kohlenbeken oder ſecirt le⸗ bendige Maͤuſe!!——.
Bis zu Dom Miguels Zeiten war Johann III, Sohn des Großen Emanuel, einer der blut⸗ duͤrſtigſten Tyrannen und Henker der portugiſi⸗ ſchen Freiheit. Er war es, der, ſtatt einer con⸗ ſtitutionellen Regierung, eine Serail⸗Regierung einfuͤhrte. Unter ſeiner Herrſchaft unterlag der Eroberer der Molukkiſchen Inſeln„ Antonio Galvao, durch ſcheusliche Verlaͤumdung dem


