Druckschrift 
Abentheuer und Verbrechen Dom Miguel's, Ursurpators von Portugal, während seines Aufenthaltes in Lissbon / nach französischen Quellen bearbeitet von M. Leonhardt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

220

bald ein Ende gemacht zu ſehen, ſchon die geeig⸗ neten Maßregeln ergriffen haben. Er wuͤrde in dem Falle eine allgemeine Amneſtie ertheilen, und nur Dom Miguel und ſeine ihm naheſtehen⸗ den Vertrauten wuͤrden derſelben nicht theilhaftig, ſondern auf eine der kleinen Inſeln an der afrika⸗ niſchen oder amerikaniſchen Kuͤſte verwieſen werden.

In Gegenwart von Fremden iſt das Beneh⸗ men Dom Miguels ſtets verlegen und aͤngſtlich. Er weiß weder um Etwas zu fragen, noch kann er ordentlich antworten, ſondern nickt entweder nur mit dem Kopfe oder antwortet mit einem einfachen: Ja und Nein! Doch wenn er unter ſeinen Bedienten und Stallleuten iſt, welche im⸗ mer von Sachen, die ihn am meiſten intereſſiren, als: Jagd, Pferde, Ochſen, Reiten, zu reden wiſſen, ſpricht er viel und iſt wegen der Worte nicht in Verlegenheit.

Gegen die Beamten ſeines Hofes, ſelbſt ge⸗ gen die Miniſter verfaͤhrt er ohne die geringſte Ruͤckſicht, und ſogar der Graf von Baſtos, dem er es verdankt, daß er den Thron beſtiegen, und den er wegen der Strenge, die er ausuͤbte, mit dem Namen eines zweiten Marquis von