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Abentheuer und Verbrechen Dom Miguel's, Ursurpators von Portugal, während seines Aufenthaltes in Lissbon / nach französischen Quellen bearbeitet von M. Leonhardt
Entstehung
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Wir glauben uns dadurch gerechtfertigt, die eben beſchriebenen Blutſcenen ſo umſtaͤndlich aus⸗ gemalt zu haben, daß wir dadurch dem Leſer ein Bild von dem Geiſt der portugiſiſchen Criminal⸗ Juſtiz⸗Pflege aufſtellen wollten.

So großen Muth D. Miguel zu Pferde und im Kampfe mit wilden Ochſen bewies, eben ſo feig und muthlos war er Menſchen gegenuͤber, und zitterte ſtets fuͤr ſein Leben.

Nach ſeiner Ruͤckkehr von Wien hatte ihn ſeine Mutter eine ſolche Angſt vor den Frei⸗ Maurern eingefloͤßt, wie man die Conſtitutionellen allgemein nannte, daß er immer fuͤrchtete, von ihnen vergiftet zu werden. Er wagte daher nicht, die Gerichte aus der koͤniglichen Kuͤche anzuneh⸗ men, ſondern ſeine geweſene Amme, eine Dame von hohem Adel, mußte ihm ſelbſt die Speiſen, die er verlangte, auf ihrem Zimmer, das dazu ein⸗ gerichtet war, bereiten.(Die koͤnigliche Familie in Portugal ſpeißt naͤhmlich nie zuſammen an ei⸗ ner Tafel, ſondern jedes Glied derſelben in ſei⸗ nen Zimmern.) Ein Baͤcker, zu dem er Vertrauen hatte, mußte ihm das Brod in einem verſchloſſe⸗ nen Korb in den Pallaſt ſchicken, und das Waſſer