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die Freude zu haben, einen verlaͤngerten Todes⸗ kampf zu ſehen, und wenn er ein junges Lamm ſo abſchlachten konnte, glaͤnzten ſeine Augen im wildeſten Feuer. Er hatte ſein Zimmer zu einem Schlachthauſe umgewandelt, wo er in Blute wa⸗ dete und uͤber die noch zuckenden Glieder der Thiere hinweg ſchritt, die er ſeinem ſchauderhaften Ver⸗ gnuͤgen geopfert hatte.
In ſpaͤteren Jahren iſt Dom Miguel der ge⸗ kroͤnte Tiger genannt worden, doch er uͤber⸗ traf noch dies ſchreckliche Thier, denn wenn der Tiger erſt ſeine Beute erfaßt hat, toͤdtet er ſie raſch und will nur ſie beſiegen und verzehren, er martert ſeinen Feind nicht noch zum Ueberfluß.
Die gewoͤhnliche Geſellſchaft des Prinzen wa⸗ ren Stallknechte und andere Subjecte dieſes Stan⸗ des, mit welchen er ſich Nachts an ſchlechten Or⸗ ten umhertrieb, und die ihn auch am Tage ſelten verließen. Er erhielt nur ſehr weniges Geld zu ſeiner Verfuͤgung und borgte daher bei ſeinen Be⸗ gleitern, war jedoch ſelten im Stande es zuruͤck— zuzahlen, wurde nun ſo immer feſter an ſie geket⸗ tet, und belohnte ſie dadurch, daß er ihnen er⸗ giebige Aemter durch ſeine Protektion verſchaffte.


