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des Gereizten entriß. Zum Ueberfluß drohte der edle Prinz dem Armen mit ewiger Gefaͤngnißſtrafe, wenn er ſich unterfinge, eine Klage beym Koͤnige anzubringen. Durch ſolche leider nur zu oft verwirklichte Drohungen verbarg man die Verbrechen des bar⸗ bariſchen Dom Miguels ſeinem Vater, und indem man dem Ungeheuer in ſeinen Schandthaten noch Beiſtand leiſtete, blieben dem gutmuͤthigen ſchwa⸗ chen Monarchen die Laſter des Infanten ein ſte⸗ tes Geheimniß.— Wenn aber ja durch irgend ei⸗ nen Zufall Etwas vor den Koͤnig kam, ſo wußte man es ſo zu verfaͤlſchen und zu verdrehen, daß nur hoͤchſtens noch eine leichte Jugendthorheit zu beſtrafen war, und der Prinz mit einem gelin⸗ den Verweis durchſchluͤpfte. Von fruͤheſter Kindheit an war Grauſamkeit ihm ein Spiel, und als Knabe noch, wo er Men⸗ ſchen nicht quaͤlen konnte, marterte er Thiere. So rupfte er Huͤhner und andere Voͤgel
lebendig, und lachte uͤberlaut vor Freude, wenn
er ſie ſo nackt herumlaufen ſah. Lebendig zer⸗ gliederte er ſie dann, oder ließ langſam, ein Tropfe nach dem andern, ihr Blut fließen, um


