Ein Stallknecht Erzieher eines Prinzen!!!—— — Man begreift leicht, welche Wirkung ein ſolcher Lehrer auf einen ſolchen Schuͤler machen mußte, und Johann VI. hatte wahrlich kein Recht, demje⸗ nigen Vorwuͤrfe uͤber ſein ſpaͤteres Betragen zu machen, den er aus unverzeihlicher Schwaͤche ſei⸗ nen Sohn nannte, wenn er nicht Anſtand nahm, einen ſolchen Lehrer dem ſchon ſich ſeiner Mutter wuͤrdig zeigenden Sohn zu geben.
Es war natuͤrlich, daß Dom Miguel bereits in fruͤheſter Jugend ſich daran gewoͤhnte, die Men⸗ ſchen als ſeine Sclaven zu betrachten, und ſie zu verachten, denn er war nur von veraͤchtlichen umgeben. Es war natuͤrlich, daß er in der kraſ⸗ ſeſten Unwiſſenheit heran wuchs, daß er, ſchon Generaliſſimus der portugiſiſchen Ar⸗ mee, noch nicht faͤhig war, ſeinen Namen correkt zu unterzeichnen. Als er ſelbſt ſpaͤ⸗ terhin in der Kirche zum Heil. Dominique in Lis⸗ ſabon die Conſtitution mit vollziehen mußte, konnte er kaum leſerlich ſeinen Namen unterſchreiben. Die Buchſtaben waren ſo ſchlecht, daß man nur mit Muͤhe ſie entziffern konnte, und erſt bei, ſei⸗ nem Aufenthalt in Deutſchland lernte er ſeinen


