Nuͤckſicht fuͤr die Regentenfamilie, der ſie angehoͤrte und der er dies traurige Ehebuͤndniß zu danken hatte. Ueberdem war er friedliebend und religioͤs, ein Bekanntwerden ihres Lebens waͤre ſeiner Ehre und zugleich ſeiner Perſon gefahrbrin⸗ gend geworden— er zog es vor, zu dulden und zu ſchweigen; aber das Ungluͤck verdammt zu ſeyn, einem ſolchen Geſchoͤpf als Gatte anzugehoͤ⸗ ren, verſenkte ihn oftmals in eine ſo tiefe Melan⸗ cholie, daß dieſe zuletzt einen unheilbaren Charak⸗ ter annahm und er ſich endlich in das Kloſter von Mafra zuruͤckzog, dort blos den Ausuͤbungen der Religion lebte und vielleicht bis zu ſeinem Ende daſelbſt verblieben waͤre, wenn nicht die franzoͤſiſche Invaſion 1807 ihn aus ſeiner Lethargie geriſſen, und gezwungen haͤtte nach Braſilien zu fliehen.—
Der wahre Vater unſres Helden, jener Gaͤrt⸗ ner, wurde durch ſeine koͤnigliche Geliebte zu Ehren und Wuͤrden erhoben. Er lebt noch, aber in der tiefſten Verborgenheit, von allen Geſchaͤften ent⸗ fernt, denn er wurde von Dom Miguel(ſeinem eigenen Sohn) wegen der Anhaͤnglichkeit, die er, ſonderbar genug, an die portugieſiſche Conſti⸗ tution zeigte, ſeiner Aemter und Wuͤrden entſetzt.


