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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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des Kaiſers geſehen und jeden Theilnehmer ſtets loben hoͤren, war er ſelbſt auch damals faſt noch ein Kind. Konnte er ſich nun immerhin ſagen, daß die Verei⸗ nigung vieler Einzelnen nothwendig ein Ganzes bil⸗ den mußte, und daß die Deutſchen eben ſowol als die Franzoſen ein maͤchtiges Heer da ſtanden, ſo hatte er doch in ſeiner Umgebung nie von einer großen deut⸗ ſchen Armee reden hoͤren, wie er mir ſagte. Stets war man bemuͤht zu beweiſen, wie ſich eigentlich Norden und Suͤden, Oſten und Weſten gar nicht vereinigt haͤtten, waͤre man nicht durch beſonders be⸗ draͤngte Umſtaͤnde dazu getrieben worden, und je mehr ſich noch heutigen Tages ein Theil Deutſchlands bruͤ⸗ ſtete, mit ſeiner Armee die Franzoſen vom deutſchen Boden vertrieben zu haben, deſto mehr machte ihm dieſes wiederum ein anderer Theil mit ſeiner Armee ſtreitig. Man begreift, wie leicht ein junges Gemuth, ein noch unreifer Verſtand hierdurch zu verwirren ſind. Selten bleibt die Jugend neutral, vielmehr ſehen wir ſie faſt immer(in welchem Sinne des Worts man es auch nehmen mag) ſich lebhaft zu einer Partei ſchla⸗ gen. Letzteres waͤre auch mit Ferdinand der Fall ge⸗ weſen, und zwar, da er dem Abſolutismus abhold war, haͤtte er ſeine Bewunderung wahrſcheinlich einem ſeinem eigentlichen Vaterlande an Freiheit uͤber⸗ legenen deutſchen Reiche zugewandt; da er aber, wie geſagt, nur einen in gewiſſe Grenzen beding⸗