zuge des Herzogs demſelben das Zeichen der tiefſten Ehrerbietung, und als der
Herzog voin Roſſe ſteigen wollte, ſprang er eiligſt herbei und hielt den Steigbuͤgel. Ich muß die Aufmerkſamkeit dieſes jungen Ritters loben, ſagte der Herzog, er ſcheint viel Lebensart zu beſitzen. Wie nennt er ſich? 4 Eginhard von der Winde, antwortete etwas verdrießlich der Graf, es iſt ſo ein
junger Fant, der ſich am beſten darauf
verſteht, die Dirnen zu unterhalten.
Der Herzog ſchien die Antwort uͤber⸗ hoͤrt zu haben, er entgegnete wenigſtens nichts darauf, ſondern ließ es ſich gefallen, von ſeinem Wirthe in ein freundliches, wohlerwaͤrmtes Gemach gefuͤhrt zu werden, welches dicht an den großen Ritterſaal grenzte. Ein Knappe brachte eine Kanne des beſten Rheinweins und fuͤllte die ſil⸗ bernen Becher. Der Graf trank auf das


