Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
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Wenn ich nur einſehen koͤnnte, warum mein Gemahl dieſen Ulrich von Thiele

ſo kraͤftig in ſeinen Schutz nimmt und ihm

ſo ganz beſonders das Wort redet; da ich doch gar nichts an ihm finde, was ihn ſo iin deiner Gunſt erheben koͤnnte? e Weil du ein Weib biſt, Margaretha, das nicht weiter, als von heute bis mor⸗ gen ſieht; anders iſt es mit einem Haus⸗ vater, der muß in die Zukunft ſehen, und ſtets auf einen feſten Grund bauen. Dann bindet mich auch noch manche Verpflich⸗ tung an den Ulrich, die mir gebietet, ihm mein gegeben Wort zu halten. Ein ſolches Wort aber, erwiederte et⸗ was empfindlich Frau Margarethe, durfte bei ſo wichtigen Faͤllen nicht ſo ſchnell ge⸗ geben werden und auch die Dankbarkeit muß ihre Grenzen haben, und wenn es denn nichts weiter als Dankbarkeit iſt, die ihm deine Gunſt erworben hat, ſo will es