Jahren, in welchen in Beider Herzen die Hoffnung ſich je wieder zu ſehen, ſchon oft zu erloͤſchen gedrohet, ſich endlich wieder zu finden, um ſich auf immer anzugehoͤ⸗ ren! Lange lagen Beide einander ſprachlos in den Armen, und nur Thraͤnen und
Seuſzer unterbrachen zuweilen die öͤde Stille
ihrer Umgebung. Doch als ſie ſich vom erſten uͤberſtroͤmenden Gefuͤhl ermannt und die Sprache ſich wiederfand, da lag die ganze truͤbe Vergangenheit bald wie ein ſchwerer Traum hinter ihnen, und freudig gedachten ſie nun der Zukunft. Joſeph ge⸗ ſtand ſeiner Geliebten offen ſeine Fehltritte, und berichtete ihr treu, was ſich in den letzten Tagen in den Gebirgen bei ſeinen ehemaligen Kameraden zugetragen, auch das, was er vor wenig Stunden uͤber ihr Schickſal erfahren. Sie verzieh ihm, und von der Beſſerung ſeines Herzens uͤberzeugt, ſah ſie einer frohen Zukunft entgegen. Um


