Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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oronete verſammelt, um zu berathſchlagen und Beſchluß zu faſſen; denn der Feind hatte bereits zur Uebergabe binnen einer Stunde aufgefordert mit der Drohung, daß nach Ablauf derſelben die Stadt beſchoſſen, im Sturm genommen und Alles niedergemacht und nie⸗ dergebrannt werden ſolle. Angſtvoll, von verſchiedenen Meinungen hin und her getrieben, harrte das Volk, Kopf an Kopf gedrängt, der Entſcheidung. Das Aus⸗ ſehen der Verſammlung war nur inſofern ein anderes geworden, daß die Zahl der Bewaffneten ſich immer anſehnlicher vermehrt hatte. Während an der Haupt⸗ wache ein Theil der kleinen, noch in der Stadt liegen⸗ den Beſatzung aufgeſtellt war, hatte gegen die Peters⸗ kirche hin eine ſtarke Abtheilung bewaffneter Bürger ſich zuſammengefunden, unweit davon ſtand eine Schaar

Studenten in unregelmäßiger Bewaffnung, ein Haufen

Volks reihte ſich an, zum äußerſten Widerſtande ent⸗ ſchloſſen, wenn er auch nichts Anderes zur Wehr hatte als eine Partiſane oder ein Beil oder eine aus dem Bauernkriege in einem Winkel übrig gebliebene Eiſen⸗ driſchel mit Stacheln daran. Sie waren alle über⸗ zeugt, daß es nur darauf ankomme, ſich für einige Tage zu halten, denn bis dahin müſſe der Entſatz, der nach verläſſigen Nachrichten ſchon im Anzuge ſei, ſicher eingetyxoffen ſein.

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