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keſſels, ſo drohte derſelbe vollends überzufließen und Alles mit verheerender Flut zu überſtrömen, als vom Umgang des Petersthurmes herab der Thürmer mit ſchweren, raſch wiederholten Schlägen an die große Glocke das Feuerzeichen gab und durch das Sprach⸗ rohr in furchtbar dumpfen Tönen der Ruf hernieder⸗ ſcholl:„Feuer! Feuer! Ueberall Feuer! Alle Dörfer über Laim und Ramersdorf hin ſtehen in Feuer!“ Zu⸗ gleich ſtrömte immer mehr Volk zum Iſarthore herein. Es waren die Bewohner der Au, die ebenfalls ihre geringe Habe in die Stadt flüchteten und mit beben⸗ den Lippen und angſtſchlotternden Knieen erzählten, wie ſie eben noch zum Thor und über die Brücke her⸗ eingekommen und hinter ſich in der Ferne ſchon die Rothmäntel der ſchrecklichen Panduren flattern, ihre Säbel und langen Meſſer blitzen geſehen. Gleichſam wie zur letzten Beſtätigung dröhnte der Hall eines Kanonenſchuſſes über Dächer und Thürme hin, eine kriegeriſche Ankündigung deſſen, was kommen ſollte. Was in der Stadt geahnt und gefürchtet wurde, war draußen bereits ernſte Wirklichkeit geworden. Die Iſarhöhen die Stadt und den Fluß entlang waren in kurzer Zeit mit feindlichen Soldaten gefüllt und beſetzt, Geſchütze wurden aufgefahren und nach der Stadt gerichtet, Fußvolk machte ſich zum Sturm und


