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„Daß der Herzog von Aiguillon zur Armee ge⸗ ſchick wurde, weil er einer gewiſſen einflußreichen Dame am Hofe über Gebühr gefallen haben ſoll“, ſchloß er lachend ſeine längere Erzählung,„dürfte das Letzte ſein, was auf die Bezeichnung pikant Anſpruch machen kann! Eher wäre noch zu erwähnen, daß Gré⸗ court auf ſeinem Landſitz in der Bretagne geſtorben iſt.“
„Wer?“ fragte d'Henancourt haſtig.„Grécourt? Das iſt doch nicht der Poet, der die amüſanten Ge⸗ dichte geſchrieben hat, die Contes und Chanſons? Schade, wenn es ſo wäre! Das war doch einer, der nicht für die Langeweile ſchrieb, wie die andern Poe⸗ ten, bei deren Lectüre mir ſchon mit der dritten Zeile der Schlaf in die Augen kommt!“
„Es iſt wirklich Grécourt, der Liebling der muth⸗ willigen Muſe“, entgegnete Maillebois,„der er aber in der letzten Zeit untreu geworden!“
„Iſt er von ſich ſelbſt abgefallen? Dann weg mit ihm, dann hat er ſich ſelbſt zerſtört!“ rief d'He⸗ nancourt wieder.„Wie ſteht's denn mit Piron? Das iſt außer ihm der einzige, der eine galante Zeile zu ſchreiben weiß.“
„Vergebung“, rief Maillebois.„Das dünkt mich doch etwas zu viel behauptet! Piron lebt zwar noch,


