verlangen Sie von mir? Das geht an Hals und Kragen!“
„Als ob Du Hals und Kragen nicht ſchon zehn⸗ fach verwirkt hätteſt! Weigerſt Du Dich, ſo biſt Du verloren, ich aber rette Dich. Alſo ſchnell, ent⸗ ſchließe Dich, wir haben keine Sekunde zu verlie⸗ ren!“
„Das Meſſer kitzelt mich an der Kehle“, ſagte Wolf,„und obendrein, ohne daß ich weiß, wem der koſtbare Trank munden ſoll, ſoll ich mich in ſolche Gefahr begeben? Was iſt mir der ungetreue Schatz der blonden Marianka? Was kann er für Euch ſein, gnädigſter Herr?“
„Schweig' und gehorche“, unterbrach ihn Porzia mit flammendem Blick, Wolf aber trat ihm, von einem plötzlichen Gedanken ergriffen, etwas näher und drückte die Stimme zu leiſem Flüſtern herab.
„Mir fuhr's da eben wüſt durch den Sinn“, ſagte er.„War die, der das Tränklein gehört— die blonde Marianka mein' ich— nicht in München, als Sie frei⸗
ten, geſtrenger Herr? Hieß es damals nicht— Ha“,
fuhr er, in wüſtes höhniſches Lachen ausbrechend, fort, „jetzt iſt es ein Anderes, geſtrenger Herr, jetzt rathe ich, wer das koſtbare Tränklein ſchlürfen ſoll, und jetzt bin ich auch zu Ihren Dienſten. Dem, der ge⸗


