Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Er das Tränklein heute noch bringt; ein zweiter, noch einmal ſo ſchwerer folgt, wenn Seine Kunſt ſich be⸗ währt haben wird.“

„O, wie kann ich für ſo viele Güte danken“, rief das Mädchen, eilte, immer noch das Geſicht mit dem Tuche verhüllend, zu Tereſa hin und warf ſich vor ihr auf die Kniee.

Wolf's Augen funkelten vor Gier, während er des leicht zu durchſchauenden Gaukelſpiels lachte.„Die beiden Beutel ſind ſchon ſo gut wie mein“, rief er. „Sowie es dunkel wird, komme ich wieder und bringe das Fläſchchen, aber wer es braucht, muß genau da⸗ mit verfahren, wie ich es ſage, ſonſt hat es keine Kraft.“ „Was muß geſchehen?“ fragte Tereſa haſtig.

„Sage Er mir Alles, das heißt“, ſetzte ſie ſich abwen⸗ dend hinzu,„nicht mir, ich frage nur wegen Marianka, die muß es wiſſen.“ „Das verſteht ſich“, ſagte Wolf hämiſch,„wer ſoll es ſonſt gebrauchen? Ihr, Frau Fürſtin, doch nicht? Ihr bedürft keiner Liebestränke. Abgemacht alſo, lich werde das Fläſchen bringen. Es iſt nicht groß, man kann es in der hohlen Hand verbergen; aber die es gebraucht, muß es ſelber einſchenken und dem Manne reichen, nur in ihrer Hand hat es die rechte Kraft