Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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der beglückte Maeſtro ſich entfernte.Geh' hinüber, Hieronymus, laß mir meinen Buben, meinen Joſeph herüber bringen, wenn er nicht gerade ſchläft. Wenn ich dem in ſeine wunderblauen Augen hineinſchaue, dann hör' ich auch die Engel im Himmel ſingen.

Sie ergriff den Arm des Gemahls und trat mit ihm in den Erker, heiter in den wieder heiter gewor⸗ denen Abend hinausblickend. Bald erſchien die Gräfin Saurau, die Aja des Prinzen, mit der Kammerfrau, die dieſen in koſtbare Decken eingehüllt trug und der fürſtlichen Mutter übergab.

Da haſt Du Deinen Joſeph, ſagte ſie leiſe und zärtlich zu dem Herzog.Sieh, wie er Dir aus den Augen geſchnitten iſt! Gott gebe, daß er einmal ein Mann wird und ein tüchtiger Kaiſer!

Der Knabe war wach, aber vollkommen ruhig; er ſah mit den ſchönen blauen Augen, die nachmals im Leben ihn auszeichnen ſollten, zu den Eltern empor, als ob er die Liebe verſtände, mit der ſie auf ihn niederſahen. 3

Es war ſtill im Gemach, ein Engel des Friedens ſchwebte verweilend über den Häuptern der Liebenden und dem Bilde häuslicher Glückſeligkeit, wie ſie wohl ſelten in Fürſtenburgen heimiſch iſt.

Auf die Straßen Wiens war inzwiſchen ſchon