Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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er ſie verließ. Vielleicht iſt doch etwas darunter, was einen ſo geiſtvollen jungen Mann ein halbes Stünd⸗ chen zu unterhalten vermag.“

Pilgram fühlte ſich unangenehm berührt; er hätte ſich gern entfernt und auf das Geleite des Paters verzich⸗ tet; dennoch geſchah die Einladung in ſo verbindlicher Weiſe, daß er ſie nicht wohl ablehnen konnte; eine bloße Ausflucht zu gebrauchen war ſeinem geraden Weſen zuwider. Er folgte daher dem Pater in das bezeichnete Zimmer, ein kleines Gewölbe, das durch ein vergittertes erkerartiges Fenſter gerade genug er⸗ hellt war, um die an der Wand aufgeſtellten Schränke und die Bücherreihen in ihnen erkennen zu laſſen. Ein ans Fenſter gerückter Tiſch mit einem Lehnſtuhl davor bot ein bequemes und lauſchiges Plätzchen, um ſich in die fremde alte Welt der Bücher zu vertiefen oder in Ge⸗ danken dem Entſtehen einer eigenen neuen Welt zu lauſchen.

„Das Bibliothekzimmer hat etwas Klöſterliches“, ſagte der Pater,„es war wohl urſprünglich zu einer Hauskapelle beſtimmt. Vielleicht gefällt es Ihnen aber doch, ſich hier eine Weile aufzuhalten; wo nicht, kön⸗ nen Sie auch einen Gang durch den Garten machen; ich bin bald wieder hier und werde Sie abholen.“

„Jawohl“, ſagte der Hausmeiſter mit ſeinem freundlichen Grinſen, indem er dem Pater folgte und