Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

27

vermochte ſich ſelbſt nicht zu erklären, was ſeinen Blick ſo ſehr anzog. Jetzt ſah er, wie der Hausmei⸗ ſter hinzutrat und dem Pater ein paar Worte zuflü⸗ ſterte, worauf dieſer ſich von den Gefährten verab⸗ ſchiedete, die ihm ehrerbietig die Hand küßten. Es ſchien, als ob ſie etwas verſprechen und betheuern wollten, nur einer brach in lautes, ziemlich unfrommes Lachen aus. Der Pater erhob warnend die Han gegen ihn; es war, als ob er eine Strafrede hielte, dann aber dem Bereuenden, der ſich zerknirſcht nieder⸗ beugte, ſeinen Segen ertheilte. Hierauf trat er in den Hofraum, indem er ſchon von weitem ſeinen niedrigen, breitrandigen Hut vom Haupte nahm und ſeinem Gaſt am Fenſter in liebenswürdigſter Weiſe ſeinen Gruß zuwinkte.

Unter der Hausthür warf er dem Hausmeiſter einen fragenden Blick zu, den dieſer blos mit tücki⸗ ſchem Augenblinzeln erwiderte.

Friede ſei mit Ihnen, mein lieber junger Freund, rief er, den Saal betretend, im Tone wahrſter Herzlichkeit aus und eilte auf Pilgram zu, als wenn er ihn umarmen wollte, was dieſer durch eine höfliche Verbeugung vermied.Wie freut's mich, daß Sie meine Einladung angenommen und mir die Ehre an⸗ thun, Ihnen das ländliche Wohnhaus Ihres Groß⸗