Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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kann, iſt das Haus verlaſſen und öde; ſeit Jahren hat Niemand dort gewohnt. Jetzt gehört es den Jeſuiten; die Familie aber, die es früher beſeſſen hat, iſt ganz und gar ausgeſtorben bis auf einen einzigen Sohn, der iſt aber auch verſchollen und zu Grund gegangen im Elend.

Völlig ausgeſtorben! entgegnete der Fremde mit ernſter Betonung.Verſchollen, zu Grunde gegangen im Elend! Immerhin, ich will mir den Sitz doch an⸗ ſehen und dabei denken, was die Jungfer geſagt hat: Es hat ein Jedes redlich ſein Bündel Leid zu tragen.

Schweigend ſchritten ſie den Garten entlang, zwi⸗ ſchen breiten wohlgepflegten Gemüſebeeten dahin. Er war ohne Schmuck, nur von dem Theile, wo ſie her⸗ kamen, ragte ein kleiner Hügel als Nachbildung Gol⸗ gathas mit den drei Kreuzen empor. An der Thür angelangt, welche gegen das Paulanerkloſter und in die überwölbte Gaſſe mündete, ſtanden ſie bald auf dem Fahrwege, welcher über die Anhöhe des Iſarrains hinauf zu der Hochebene führt, auf welcher damals noch dichter Wald ſtand und ziemlich nahe bis an den Abhang heranreichte. Wohl hatte die fromme Verſammlung ſich ſo ziemlich verlaufen, nur um die Kirche auf dem Hauptplatze ſelbſt war noch eine Anzahl beſonders an⸗ dächtiger Gemüther verſammelt; dennoch konnten beide

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