Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Staatsbeſuch abgeſtattet hatte. An der äußerſten Wen⸗ dung des Bogens angekommen, hielt der Wagen an; das Marienbild wurde von den Pilgergewändern befreit und dafür mit einem Königsmantel aus ſchwe⸗ rem blauem Sammt bekleidet, eine reich mit Edel⸗ ſteinen beſetzte, gewölbte Krone zierte das Haupt. So geſchmückt wurde die Figur auf einen andern bereit⸗ ſtehenden Wagen von jener Form gehoben, wie ſie von den römiſchen Triumphatoren beſtiegen wurden. Genien mit brennenden Fackeln umringten die in ihre Behau⸗ ſung wieder einziehende Himmelskönigin. Die Bürger⸗ reiterei von München gab ihr das Ehrengeleit, eine Schaar von mehr als hundert wehrhaften Männern in gelbledernem Koller mit Kragen und Aufſchlag von blauem Sammt, von kräftigen, wohlgelenkten Pferden getragen. Eine rieſige Purpurfahne, überreich mit Gold geſtickt und mit ſchweren Goldquaſten behangen, ſchwankte, von mehreren Männern getragen und ge⸗ ſtützt, vor den Veranſtaltern und Leitern des Feſtes, dem Convente der Roſenkranzbruderſchaft, einher, ein auserleſener Sängerchor und die geſammte Schaar der kurfürſtlichen Hoftrompeter in ſilberblinkenden Unifor⸗ men reihten ſich als glänzender Schluß ihnen an, ſelbſt wieder gefolgt und umdrängt von den Tauſenden der eigentlichen Wallfahrer, die, obwohl beſtaubt von der

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